Federbuch #1

Freitag, 24. Februar 2017


Hast du eigentlich schon mal Tagebuch geschrieben?
Meine erste Begegnung mit den Tagebüchern hatte ich schon relativ früh als Kind. Ich kann mich sogar noch genau an mein aller erstes Journal erinnern. Es war zartrosa mit einer großen roten Rose auf dem Cover und an der Seite befand sich ein großes goldenes Schloss. Ich meine mich zu erinnern, dass es ein Geschenk zum Geburtstag oder zu Weihnachten gewesen ist, aber es ist schon so lange her, als dass ich es noch genau sagen könnte. Die ersten Einträge begannen während der Grundschulzeit, quasi nachdem ich in der Lage war die ersten ordentlichen Aufsätze zu schreiben. Damals habe ich sehr regelmäßig alles aufgeschrieben was mir so den Tag über widerfahren ist. Von Kleinigkeiten bis hin zu den wirklich wichtigen Dingen. Wir wissen alle, dass nur das Tagebuch über einen langen Zeitraum den Namen des heimlichen Schwarms kannte und bewahrte.

Warum ich davon erzähle? Ich verrate es euch. Nachdem sich mit den Jahren immer mehr kleine und große Notizbücher zum Niederschreiben meiner Gedanken dazugesellt hatten, bin ich vor kurzem erst über eine ganz neue, und wie ich finde ziemlich spannende Form des Tagesbuchs gestolpert.

Es war einer dieser Stöbertage in meiner Lieblingsbuchhandlung, die in letzter Zeit ziemlich häufig vorkommen. Ich bleibe grundsätzlich immer bei den wunderschönen Paperblank Notizbüchern stehen, von denen sich schon mindestens ein Dutzend Bücher mein Eigen nennen dürfen. Ich weiß nicht, aber ich kann einfach nicht an diesem Regal vorbeigehen, immer werde ich von den bunten Farben und Formen angelockt. Das große Problem an der Sache ist, dass ich oft nicht widerstehen kann und letztendlich ein weiteres Büchlein mitnehme, dass ich dann als mein neues Tage-/Gedankenbuch auserkore. Allerdings verliere ich dann wieder sehr schnell die Motivation regelmäßig meine Gedanken nieder zu schreiben, denn es fällt mir manchmal schon schwer ohne eine bestimmte Fragestellung zu schreiben.

Und da kommt nun meine neueste Entdeckung in Sachen Tagebuch ins Spiel.
Das Jahresbuch ist ein Tagebuch der besonderen Form, denn es wird einen die nächsten fünf Jahre begleiten. Jeden Tag stellt es einem ein andere Frage zum Beispiel was einen gerade glücklich macht, welche Ziele man erreicht hat, was man sich wünscht oder erträumt. Am Anfang der Zeile trägt man das Kalenderjahr ein, dann folgt kurz und knapp die Antwort.

Ich schreibe jetzt schon knapp einen halben Monat täglich meine Antworten in das Buch und ich bin wirklich schon darauf gespannt was ich in einem Jahr zu diesen Dingen sagen werden.
Ob ich immer noch genauso denke oder ob sich wohl meine Ansichten, Wünsche und Ziele sehr verändert haben? Ich bin wirklich gespannt darauf, denn es gibt einem die einmalige Möglichkeit sich selbst über einen langen Zeitraum zu beobachten. Jetzt muss ich es nur schaffen am Ball zu bleiben und diszipliniert jeden Tag brav eine Frage zu beantworten.

Bisher hat es ziemlich gut funktioniert. Drückt mir die Daumen, dass es so bleibt.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hallo lieber Bücherfreund!
Schön, dass du mich in meiner Federwelt besuchst.
Ich freue mich über jede kleine Nachricht, die du hier hinterlässt. :)