[Rezension] Wir zwei in fremden Galaxien - Kate Ling

Sonntag, 5. März 2017

Infos
Verlag: Lübbe One ~ Format: Hardcover ~ Altersempfehlung: ab 14 ~ Seitenzahl: 336 ~
ISBN: 978-3-8466-0041-2 ~ Preis: €17,00 (D)

Klappentext
Wir sind eine verlorene Generation.
Wir haben die Erde nie gesehen. Noch werden wir unsere neue Heimat je zu Gesicht bekommen.
Die Ventura, auf ihrer siebenhundertjährigen Reise, ist das Einzige, was wir jemals sehen werden.
Seren würde gern wissen, wie sich Sonnenstrahlen auf der Haut anfühlen. Oder wie es ist, wenn der Wind durch die Haare streicht. Aber sie weiß, dass das auf diesem Raumschiff, Jahrzehnte entfernt von der Erde, nicht möglich ist. Bis sie sich verliebt und zum ersten Mal echte Gefühle erlebt. Doch auch diese Liebe darf nicht sein. Denn auf der Ventura gibt es Regeln. Und wer sie bricht, wird bestraft..
So beginnt es
Ich weiß, es sind Vögel, aber nur, weil man es mir gesagt hat.
Was ich sage
Wie so oft, hat mich vorallem das lila Glitzercover davon überzeugt, dass Wir zwei in fremden Galaxien eine gute Idee sein würde. In erster Linie hab ich es auch  mitgenommen, weil es sich nach einem Einzelband angehört hat, allerdings bin ich inzwischen eines besseren belehrt worden, denn anscheinend ist Kate Ling schon fleißig dabei Teil 2 der Ventura-Saga zu schreiben. [Soviel zu Einzelband.. ich habe einfach kein Glück]. Zu guter letzt war aber auch der Klappentext ausschlaggebend, denn die Idee von einem Raumschiff, dass Ewigkeiten im All fliegt und einer Besatzung, deren Leben und Partnerschaften vorbestimmt sind, gefiel mir.
Wir zwei in fremden Welten war sehr einfach zu lesen, der Schreibstil jugendlich, flüssig und unkompliziert. An manchen Stellen habe ich dann aber schon gemerkt, das ich rund zehn Jahre älter bin als beiden Hauptfiguren Seren und Domingo. An vielen Stellen konnte ich die Verhaltensweisen vor allem von Seren nicht so ganz nach voll ziehen. Oft fand ich sie sogar etwas überzogen und ich dachte mir nur "Wirklich Mädchen?".
Die Hauptprotagonisten Seren und Domingo haben es nicht leicht und an vielen Stellen musste man regelrecht mit den beiden leiden. Von Anfang an war klar, dass diese junge Liebe unter keinem guten Stern stehen würde und doch wollen es beide versuchen. Ich glaube vor allem durch die strikten Regeln, die dort an der Ventura herrschen, wollen beide erst recht für das kämpfen, was sie für einander empfinden. An vielen Stellen fehlte mir leider aber auch der Tiefgang, es wurde viel an der Oberfläche gekratzt aber weiter hinab ging es dann doch nicht. Dadurch musste ich mich immer mal wieder zwingen weiter zu lesen.
Besonders interessant fand ich die Rolle von Ezra, der bis kurz vor Ende, bei mir eigentlich einen schlechten Stand hatte. Aber dass er schließlich Seren und Dom doch noch hilft und sich sogar selbst in Gefahr begibt und alles hinter sich lässt, hat ihn dann doch etwas sympathischer gemacht.
Ich bin gespannt, wie es in Teil 2 weiter geht, ob die Handlung weitergeht oder eine unabhängige Geschichte erzählt wird. 
Fazit
Wir zwei in fremden Galaxien ist eine super Abendlektüre, wenn man mal eine Pause von der schweren Lektüre braucht. Es ist leicht zu lesen, die Handlung ist interessant und die Figuren runden das Ganze perfekt ab. An vielen Stellen klingt aber auch ein sehr ernster Ton mit, denn die Vorstellung von einem menschlichen Zuchtprogramm und vorbestimmten Lebenspartnerschaften ist nicht ganz unrealistisch. Alles in allem ein gelungenes Buch mit spannenden Wendungen und einem dramatischen Ende.








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