Federbuch #5

Samstag, 8. April 2017


....Braucht jedes Buch eine Liebesgeschichte?
Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, ist es noch gar nicht so lange her seit ich meine Liebe zu den Büchern und dem Lesen wiederentdeckt habe.

Lange lange Zeit fehlte mir irgendwie die Muße und es fiel mir überhaupt schwer mich länger als eine Seite lang auf ein Buch zu konzentrieren. Früher war das ganz anders. Als Kind und als als Jugendliche habe ich Bücher verschlungen. Da war es nicht unnormal, dass ich manchmal zwei dicke Wälzer an einem Tag gelesen habe und mir tagsdrauf Nachschub aus der Bibliothek besorgt habe. Stammkunde in der örtlichen Bücherei sozusagen. 😆Aber ich gehe davon aus, dass einige von euch nun schmunzeln müssen und sich wiedererkennen.

Wie gesagt, eine ganze Weile (fast 6 Jahre 😞) hatte ich so gut wie kein Buch in der Hand. Hin und wieder mal verirrte sich ein seichtes Romänchen in meine Finger, aber eigentlich war das eher selten.
Bild: Ete's Garden by Nefis
Mein Herz schlägt für...
Mein Herz schlägt eigentlich schon seit ich Denken kann für fantastische Geschichten. Fantasygeschichten mit magischen und mystischen Elementen, Abenteuern und Dramen, großen Schlachten, aber auch (man glaubt es kaum) Geschichten aus dem (mehr oder weniger) täglichen Leben. Vor allem Marion Zimmer Bradley, Wolfgang & Heike Hohlbein und Terry Pratchett haben meine Jugend mit ihren fesselnden Büchern geprägt. Damals fiel es mir noch leicht einfach so am Stück die gesamte Chronik der Unsterblichen zu lesen oder einen nach dem anderen Scheibenweltenroman zu verschlingen. Irgendwann ebbte diese Euphorie ab, ehrlich gesagt kann ich gar nicht genau sagen weswegen. Ich las weniger, ich kaufte weniger Bücher und irgendwann gab es auch keine neuen fantastischen Geschichten mehr zu lesen für mich.
Und dann kam...
Dann im Jahr 2010 änderte sich auf einmal etwas. Witzigerweise war es meine Mutter die mich auf die inzwischen beliebte Buchreihe Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin aufmerksam machte. Ich weiß noch, wie ich die ersten beiden Bände bei ihr im Regal stehen sah und mir direkt das Cover ins Auge sprang. Ich wusste sofort:
Alles klar! Das willst du lesen!!
Und genau das habe ich dann auch getan. Seit langer Zeit habe ich wieder ein Buch (oder in diesem Fall zwei Bücher) verschlungen und die Begeisterung wuchs mit dem Entgegenfiebern auf die nächsten Bände. In der Zwischenzeit hatte ich dann angefangen andere Fantasybücher zu lesen, zumindest hatte ich es versucht, denn irgendwie war diese Leseflaute wieder da. Die Konzentration war futsch, die Euphorie war weg.
Aufbruch in neue Gefilde..
Nachdem ich also fast sieben Jahre besagte Leseflaute hatte, änderte sich im Januar diesen Jahres etwas. Ich hatte mich dazu entschlossen, statt krampfhaft immer wieder und wieder das gleiche Buch versuchen lesen zu wollen, einfach mal etwas ganz ganz anderes zu lesen. Und so kam ich schließlich zu den Jugend- und Romantasybüchern. Witzigerweise hatte ich bis dato nie daran gedacht ein "Jugendbuch" zu lesen, statt schwere Erwachsenenliteratur. 😂 Ich muss selber inzwischen darüber lachen, denn eigentlich war es das beste was ich tun konnte.
Den Bogen schlagen...
Um nun also doch nochmal auf meine Ausgangsfrage für diesen Federbuchpost zu kommen:
Ja, für mich braucht ein Buch, dass ich wirklich wirklich lesen möchte und dass ich nicht nach drei Kapiteln wieder weglegen soll, eine Liebesgeschichte.
Ich brauche
den Herzschmerz,
die Emotionen,
die sanften ersten Anbahnungen,
die Missverständnisse,
die Erkenntnisse,
das Lachen und das Weinen -
eben all das, was eine Liebesgeschichte ausmacht.
Sie darf gerne verpackt sein in magischem Papier mit Zaubersprüchen versiegelt, von Feen ausgeliefert und in ferne Welten gesendet werden.

Aber ich brauche dieses Stechen im Herzen, dieses freudige Seufzen, wenn endlich der erste Kuss fällt.

Vielleicht bin ich eine hoffnungslose Romantikerin!! 💖💏

Braucht ein Buch, das ihr lesen wollt, zwangsläufig auch eine Liebesgeschichte? Was sagt ihr dazu?💟



Kommentare:

  1. Also mir geht es da genauso, ohne Liebesgeschichte fehlt in dem Buch einfach etwas. Das ist wie..die Kirsche auf der Sahne? :D
    Ich finde, das gehört einfach dazu :)

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    1. Hey Kati :)
      Du sagst es!!! Es ist definitiv die Kirsche auf der Sahne! :D Ohne fehlt irgendwie etwas und dann macht mir das Lesen auch nicht sooo viel Spaß!

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