[Rezension] Magonia - Maria D. Headley

Donnerstag, 6. April 2017

Infos
Verlag: Heyne fliegt ~ Format: Hardcover ~ Altersempfehlung: ab 14 ~ Seitenzahl: 368 ~
ISBN: 978-3-453-27017-6 ~ Preis: €16,99 (D)
Klappentext
Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft ...

Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen …
So beginnt es
Ich atme ein. Ich atme aus.
Was ich sage
Ich habe mich beim aller ersten Blick in das wunderschöne Cover von Magonia verliebt. Ja, ich würde lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass es mir direkt ins Herz hineingeflogen ist und es schlichtweg im Sturm erobert hat. Allein die Verbindung zu Vögeln und Federn hat bei mir gereicht um es auf die Wunschliste zu setzen. Dieses Buch war ein reiner Cover-Kauf, dass ich allerdings vorbestellt hatte.

Ehrlich gesagt, waren meine Erwartungen an Magonia riesengroß. Ich wollte irgendwie unbedingt, dass es ein grandioses Leseerlebnis wird. Und, was soll ich sagen, genau das ist es geworden!!! Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich es in einem Rutsch durchgelesen. So konnte ich mich aber knapp eine Woche jeden Abend aufs neue in die atemberaubende Welt von Magonia entführen lassen. Von der ersten Seite, dem ersten Wort war ich gefesselt. Sogar meine Gefühle waren vom ersten Augenblick, an dem ich das Buch aufgeschlagen und den Duft des bedruckten Papiers eingesogen habe, so intensiv, dass es zwischendurch schon ein wenig furchteinflößend war.

Es wird die Geschichte von der jungen Aza Ray erzählt, die an einer anscheinend unheilbaren Lungenkrankheit leidet und deren Lebenserwartungen schon längst übertroffen wurden. Seit sie denken kann, fiel es ihr schwer zu Atmen. Ihr gesamtes Leben war durchzogen von Ärzten in weißen Kitteln, Zimmern in weißen Krankenhäusern und der Gewissheit, dass sie früher als all ihre Liebsten diese Welt verlassen würde. Dieses Mädchen ist fasziniert von Büchern und dem Fantastischen, dem Unmöglichen, dem Außergewöhnlichen, dem Unsichtbaren. Aza sieht Dinge in den Wolken - Schiffe mit großen weißen Segeln, die gegen den Wind kämpfen. Sie hört Vögel singen und in zarten Melodien ihren Namen rufen. Sie weiß, dass es eigentlich nicht möglich ist und doch beschleicht sie das Gefühl, dass sie sich all diese Dinge nicht einbildet. Dass sie real sind und dass sie selbs irgendwie mit ihnen in Verbindung steht. Niemand glaubt ihr. Niemand außer ihrem besten Freund Jason. Der Junge, den sie schon seit sie klein ist kennt, der sie besser kennt als sonst wer. Der sie an Krokodile und Pi erinnert, der einfach {   } ist.
Alles ändert sich an dem Tag, als Aza stirbt. Sie erwacht und findet sich in einer anderen Welt wieder. Sie findet sich in Magonia wieder, dem magischen Reich über den Wolken, von dem sie zuvor nur Geschichten gehört hatte. Alles ändert sich. Sie bekommt eine zweite Chance.

Ich liebe die Figuren!!! Ich liebe Azas Art zu Denken, zu Sprechen, die Welt zu sehen. Ihre Geschichte macht mich traurig und fröhlich, sie lässt mich Weinen und im nächsten Moment Lachen. Dieses junge Mädchen hat ein so schweres Schicksal und hat trotzdem nicht ihr Lachen und ihren Humor verloren. Ihre Fantasie und ihr Wissensdurst sind unerschütterlich. Und dann entdeckt sie gerade eben erst die zarten Gefühle der Liebe, dann passiert dieses Unglück. Am liebsten hätte ich Jason umarmt und nicht mehr losgelassen. Am liebsten wäre ich durch die Seiten gestiegen und hätte ihm gesagt: "Sie lebt dort oben! In Magonia!" Ich weiß - unmöglich.

Ganz ehrlich - ich verfluche und verehre Maria D. Headley für diese wundervolle Geschichte. Sie hat mich vom ersten Wort abgeholt und in eine Welt entführt, in der ich am liebsten für immer geblieben wäre. Ihr Schreibstil ist so authentisch und flüssig, dass das Lesen zur reinen Nebensachen wurde. Die Bildern sind mir zugeflogen und es war wie ein Film, der ablief. Ein wunderschöner und unheimlich trauriger Film.
Fazit
Was soll ich noch groß sagen?! Ich LIEBE dieses Buch und ich kann jedem nur raten Magonia zu lesen!! Wirklich: Lest es!! Es verzaubert einen, es lässt einen inne halten, es macht einen nachdenklich, es lässt einen lachen wenn man weinen möchte und berührt einen tief in der Seele!

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