[Rezension] Ruht das Licht - Maggie Stiefvater

Montag, 2. Oktober 2017

Infos
Verlag: Script5 ~ Format: Taschenbuch ~ Altersempfehlung: ab 16 ~ Seitenzahl: 400 ~
ISBN: 978-3-8390-0173-8 ~ Preis: €9,95 (D)
Klappentext
Sam hat den Wolf in sich besiegt und ist zu Grace zurückgekehrt. Doch nun ist sie es, die nachts die Stimmen der Wölfe hört und weiß: Sie rufen nach ihr. Sam ahnt, dass sie der Aufforderung eines Tages folgen wird ...

Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Die Wolfsgestalt ist seine Zuflucht, denn Cole wünscht sich nur eines: vergessen. Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, schwebt das Rudel in größter Gefahr.
So beginnt es
Dies ist die Geschichte eines Jungen, der ein Wolf war, und eines Mädchen, das zu einem wurde.
Was ich sage
Mit Ruht das Licht habe ich relativ schnell den zweiten Teil der Mercy-Falls-Reihe von Maggie Stiefvater gelesen. Auch diesmal gefällt mir das Cover ungemein, wobei es diesmal eher in einem eiskalten Hellblau gehalten wurde. Auch der bekannte Schimmer liegt wieder über dem Buchdeckel und verleiht dem ganzen irgendwie das Gefühl einer Schneedecke.

Worum geht es denn nun in dem Buch?!
Schauplatz der Handlung ist wieder die kleine Stadt Mercy Falls irgendwo in Minnesota, wo die Sommer kühl und die Winter noch viel eisiger sind. Die Stadt oder vielmehr ein paar ihrer Einwohner verbergen ein dunkles Geheimnis, denn immer wenn die Temperaturen unter einen bestimmten Wert fallen beginnen sie sich zu verwandeln - in Werwölfe. Nachdem Sam es gelungen ist seinen Werwolffluch zu brechen, ist er nun nicht weiter an die Gesetze der Temperaturen gebunden sondern kann auch bei Kälte ein Mensch bleiben. Überglücklich über diese Entwicklung verbringen er und Grace viel Zeit miteinander, schmieden Pläne und haben nebenbei auch noch jede Menge zu tun mit den neuen Wölfen. Einer dieser neuen Wölfe ist Cole, ein abgefuckter Rockmusiker, der sich nichts sehnlicher wünscht als seinem Leben zu entfliehen und für immer zum Wolf zu werden. Das gelingt ihm leider nicht so wie er es sich vorstellt, denn irgendwie reagiert sein Körper anders auf die Temperaturwechsel und die Verwandlung scheint nicht dauerhaft zu sein. Immer wieder rasselt er in seinen verschiedenen Gestalten mit Isabell zusammen, die er auf der einen Seite ungemein anziehend aber auch sehr nervtötend findet. Nicht weniger genervt ist er auch von Sam, dessen Einstellung zum Wolfsein er nicht nachvollziehen kann. Als Grace eines Tages plötzlich krank wird sind es diese drei so unterschiedlichen Jugendlichen, die nun gemeinsam nach einer Lösung suchen, denn das junge Mädchen, dass so faszininiert von den Wölfen ist, war noch nie in ihrem ganzen Leben krank. Und schon bald haben sie eine schreckliche Vermutung.

Nach dem ich ja den ersten Teil förmlich verschlungen habe, habe ich mich dann mit diesem Teil ziemlich schwer getan. Ich bin anfangs nur schwer in die Handlung reingekommen, obwohl diese nicht wirklich kompliziert ist. Die häufig wechselnden Perspektiven waren dabei besonders anstrengend zu lesen, vor allem da es inzwischen ja vier verschieden Hauptfiguren sind. All diese Wechsel haben mich oft irritiert, sodass ich für mich nicht ganz so interessante Passagen eher überflogen habe. Leider gab es auch in diesem Buch wieder jede Menge Schmalz, der mir allerdings diesmal wirklich an vielen Stellen zu viel war. Vor allem zwischen Sam und Grace wirkte es manchmal sehr aufgesetzt und gekünstelt. Ich fand es schade, denn mir hat das die Leselaune doch etwas vermiest.
Der Schreibstil von Maggie Stiefvater allerdings hat mich trotz Schmalzüberdosis direkt abgeholt, denn er war wieder eher flüssig und ungekompliziert gehalten (vielleicht ist das für manche nun widersprüchlich).

Ich glaube allerdings, wenn ich nun so darüber nachdenke, dass ich wahrscheinlich auch einfach nicht die Hauptzielgruppe bin, die diese Bücher lesen soll, denn ich glaube, in jüngeren Jahren wäre mir der viele Schmalz nicht so tragisch vorgekommen. 
Fazit
Ruht das Licht hat mich leider nicht so sehr begeistert wie es sein Vorgänger getan hat. Leider habe ich dieses Phänomen schon bei einigen Büchern beobachtet, wobei es dann auch danach meist wieder bergauf ging. Ein Grund vielleicht doch demnächst Teil 3 zu lesen!

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